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Die Brau-Geschichte von Ludwigsstadt geht weit zurück...

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Geschäftsführer:

1871-1913: Christoph Jahn
1913-1932: Louis Jahn
1932-19xx: Ludwig Holzapfel
19xx-1941: Walter Blankenstein
1941-1943: Arthur Papst
1943-1956: Albin Strobel
1956-1997: Werner Stobel
seit 1997: Helmut Vetter



  • 1402: Verleihung des Brau- und Schankrechts
  • 1871: Privatisierung der Jahns-Bräu durch Christoph Jahn
  • 1895: Bau eines neuen Brauhauses


Graf Sigmund von Orlamünde verlieh den Ludwigsstädtern am 14. September 1402 das Brau- und Schankrecht nach den Statuten und Freiheiten der Stadt Gräfenthal.

In der bereits am 18. April 1667 in der Chronik erwähnten „Braustatt mit Garten, an der Loquitz gelegen“ gründete Christoph Jahn im Jahre 1871 die Jahns-Bräu und somit war die Brauerei in Familienbesitz.

Prost!

Der Bierkonsum in Ludwigsstadt betrug 1894 stolze 3.643,45 hl, was bei 1.600 Einwohnern einem Pro-Kopf-Verbrauch von 227 Litern entspricht, und auch die 19 Bierwirtschaften sprechen für sich.

Zum Vergleich: heute beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier ca 121,5 Liter pro Jahr in Deutschland. (Stand: 2003)



Im darauf folgenden Jahr wurde ein neues Brauhaus gebaut und Christoph Jahn setzte seinen Beruf bis November 1913 fort.

Dann übernahm sein zu dem Zeitpunkt 32-jähriger und einziger Sohn neben 4 Töchtern, Louis Jahn, die Geschäftsleitung. Nach dem 1. Weltkrieg war das Hauptabsatzgebiet der Jahns-Bräu Thüringen und Sachsen, denn dort stand bayerisches Bier in hohem Rang und Ansehen und man war bis Dresden, Leipzig und Erfurt bekannt.

Ende des Jahres 1932 wurde Christoph Jahns Enkel Ludwig Holzapfel als Geschäftsführer eingesetzt, aber schon nach kurzer Zeit ersetzt durch den vorherigen Buchhalter Walter Blankenstein, der von Arthur Papst (weiterer Enkel von Christoph Jahn) Unterstützung und Beratung bekam. Im „Dritten Reich“ durfte Walter Blankenstein aber keinerlei leitende Stellen mehr übernehmen, da er jüdische Abstammung hatte. Folglich übernahm Arthur Papst im Oktober 1941 die ganze Verantwortung. Weil er ein sehr viel beschäftiger Mann, und zeitweise sogar zweiter Bürgermeister in Ludwigsstadt war, schied der persönlich haftende Gesellschafter im Oktober 1943 nach nur 2 Jahren Amtszeit aus der Brauerei Christoph Jahn Erben KG aus.

Sein Nachfolger wurde im November 1943 Albin Strobel, der durch "Zufall" zur Brauerei Jahn nach Ludwigsstadt geholt werden konnte. Er arbeitete vorher als Buchhalter bei einer Familie die den gleichen Steuerberater wie Arthur Papst hatte und man kam so in Kontakt. Die Aufwärtsentwicklung nach dem 1. Weltkrieg wurde durch den 2. Weltkrieg unterbunden beziehungsweise unterbrochen, die Zonengrenzziehung brachte das endgültige „Aus“ für den thüringischen und sächsischen Absatzmarkt, 91% des einstmaligen Umsatzes gingen dadurch verloren. Die Jahns Bräu war durch ihren Standort „Grenzbrauerei“ und es kamen im nordoberfränkischen Raum neue Kunden hinzu.

1956 löste Werner Strobel (dessen Frau Tilli Christoph Jahns Urenkelin ist) seinen Vater Albin Strobel als Geschäftsführer ab und führte dieses Amt bis 1997 aus.

Seitdem übernimmt sein Schwiegersohn Helmut Vetter die Geschäftsleitung und führt die Familientradition des Privatbetriebes fort...

Arbeiter Arbeiter2



Aus der handwerklich geführten Brauerei entstand eine Braustätte mit hochqualifizierter Technik und Technologie. Vor allem dem Umweltschutz wird höchste Aufmerksamkeit geschenkt, die Anlagen entsprechen dem neuesten Stand.

Die Produktion der Jahns-Bräu umfaßt hochwertige Spitzenbiere der Premiumklasse, die mehrfach DLG-prämiert wurden.

Immer stärker gefragt werden die ebenfalls hergestellten alkoholfreien Getränke. Dabei ist die Eigenmarke VITA das "Star-Getränk": mit hohem Mineralstoffanteil und bereits mehrfach mit der größten Auszeichnung der DLG prämiert.

Des weiteren ist die Jahns Bräu Lizenzabfüller für das Markengetränk Original Spezi Orange-Cola-Mix.

Heute beschäftigt die Brauerei 50 Mitarbeiter/innen. Durch die Grenzöffnung erweiterten sich die Absatzgebiete wieder in die damaligen Hauptabsatzgebiete Thüringen und Sachsen. Auch in den Bundesländern Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg werden Jahns-Getränke gerne getrunken.

Die über Jahrhunderte festgeschriebene Tradition der Brauereien erfährt, bis auf das Reinheitsgebot, in immer kürzeren Intervallen neue Impulse. Immer mehr, besonders auch ausländische Biermarken, stellen sich vor und finden in der exklusiven Gastronomie Absatz. Dies ist eine Herausforderung auch für die mittelständischen Brauereien, von den bisher üblichen Ausstattungen abzurücken und neue Marketingstrategien einzusetzen, z. B. mit der Bügelverschlußflasche (Christoph's Premium Pils, Landbier, Keller Gold und Zwickel-Bier). Das "Überleben" wird in der Zukunft immer mehr eine Gemeinschaftsleistung aller Betriebsangehörigen sein.

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Öko Landbier und Öko Pilsener